Bürgerarbeiter unterstützt Sportvereine
Jobcenter und Kreissportbund kooperieren
27.12.2011 - Daten erfassen, Datenbanken erstellen und Vereine bei der Beantragung und Verleihung von Sportabzeichen unterstützen, das sind nur ein paar Aufgaben, die Ibrahim Kaawar beim Kreissportbund Soest (KSB) wahrnimmt. Denn der 29-Jährige unterstützt seit zwei Monaten den KSB als Bürgerarbeiter. „Wir sind froh, dass wir mit der Unterstützung von Ibrahim Kaawar unseren Mitgliedsvereinen einen zusätzlichen Service anbieten können", erläutert Bärbel Dittrich, Vorsitzende des KSB Soest. „Seine Arbeit kommt damit vielen Menschen zugute, die in den verschiedensten Sportvereinen organisiert sind. Vor allem im Bereich der Datenpflege hat er schon in kürzester Zeit sehr viel geleistet."
Bevor Ibrahim Kaawar die Bürgerarbeit aufnahm, war er über zwei Jahre arbeitslos. Trotz seiner Erfahrungen als selbstständiger Unternehmer konnte er keine neue Anstellung finden. Dann nahm er an dem Projekt NEUSTART! des Jobcenters Arbeit Hellweg Aktiv (AHA) teil. Während einer sechsmonatigen Aktivierungsphase beschäftigte er sich intensiv mit der aktuellen Lage auf dem Arbeitsmarkt und qualifizierte sich gezielt für offene Stellenangebote. „Dennoch bekam ich nur Absagen auf meine Bewerbungen", berichtet der Bürgerarbeiter. „Meine Arbeitslosigkeit fiel direkt in die Wirtschaftskrise." Nachdem sich der Mann sechs Monate im Projekt intensiv um eine Stelle bemüht hatte, erhielt er die Gelegenheit, sich auf einen Bürgerarbeitsplatz zu bewerben - mit Erfolg. Nach einem Vorstellungsgespräch, erhielt er die Zusage für die Bürgerarbeitsstelle beim KSB. „Besonders gut gefällt mir, dass ich viele verschiedene Personen kennenlerne und mir ein eigenes Netzwerk aufbauen kann", so Ibrahim Kaawar. „Ich möchte diese abwechslungsreiche Arbeit aber auch nutzen, um wieder Fuß auf dem Arbeitsmarkt zu fassen. Schließlich ist die Bürgerarbeit auf drei Jahre begrenzt und dann möchte ich wieder einer regulären Beschäftigung nachgehen - gerne auch im Sportbereich."
Insgesamt gibt es im Kreis Soest 100 Bürgerarbeitsstellen, die gemeinnützig sind und keine regulären Jobs verdrängen dürfen. „Der Kreissportbund ist der einzige Verband im Kreis Soest, der sich um einen staatlich geförderten Bürgerarbeitsplatz bemüht hat", erläutert Martin Steinmeier, Geschäftsführer der AHA. „Damit geht Herr Kaawar einer ganz besonderen Arbeit nach, die aber gerade durch die Verbandsarbeit vielen Menschen helfen wird." Der Kreissportbund umfasst 416 Sportvereine mit 105.000 Mitgliedern.
Das Modellprojekt Bürgerarbeit wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und dem Europäischen Sozialfonds gefördert. Insgesamt gibt es bundesweit 34.000 Bürgerarbeitsstellen.
Pressekontakt:
Jobcenter Arbeit Hellweg Aktiv (AHA)
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Internet: www.arbeit-hellweg-aktiv.de
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